Aufgaben zu diskreten Zufallsvariablen
Aufgabe 1
Eine spielende Person zahlt 1€, um an einem Glücksrad zu drehen. Insgesamt besteht das Glücksrad aus 15 Feldern, wobei eines der Felder blau, vier weitere rot und die restlichen Felder weiß sind. Wird ein rotes Feld gedreht, erhält die Person 2€. Wird ein blaues Feld gedreht, erhält sie 5€. Dreht die Person ein weißes Feld, erhält sie kein Geld.
Aufgabe 2
Christian und Jiyan spielen mit einem regelmäßigen sechsseitigen Würfel. Die beiden vereinbaren folgende Regeln: Wird eine Primzahl gewürfelt, erhält Jiyan den gewürfelten Betrag, andernfalls muss er den gewürfelten Betrag an Christian zahlen.
Aufgabe 3
Bei einem Automaten gewinnt man in 20% aller Spiele. Es werden 20 Spiele gespielt.
(i) \( P(X = 5) \)
(ii) \( P(X > 2) \)
(iii) \( P(X \leq 10) \)
(iv) \( P(2 \leq X \leq 6) \)
(i) ... mehr als 4 Spiele gewonnen werden.
(ii) ... maximal 10 Spiele verloren werden.
Aufgabe 4
Ein Unternehmen produziert Schrauben. Aus mehreren Stichproben weiß man, dass 2% der Schrauben Ausschussware sind.
(i) ... bei einer Bestellung von 1000 Schrauben mindestens 20 defekt sind.
(ii) ... bei einer Bestellung von 40 Schrauben mehr als eine defekt ist.
(iii) ... bei einer Bestellung von 500 Schrauben weniger als 15 defekt sind.
(iv) ... bei einer Bestellung von 600 Schrauben mindestens 10 aber weniger als 30 defekt sind.
Aufgabe 5
Eine Computerhersteller stellt Mikrochips mit einem Ausschussanteil von 5% her.
Aufgabe 6
Ein Theater hat insgesamt 300 Plätze. Aus jahrelanger Erfahrung weiß der Betreiber, dass bei einer Aufführung ein Platz mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% verkauft wird. Die Zufallsvariable X beschreibt die Anzahl der verkauften Plätze.
\( 300 \cdot 0,95^{299} \cdot 0,05 + 0,95^{300} \)
Erfahrungsgemäß kaufen 40% der Besucher ein Programmheft. Die Zufallsvariable Z beschreibt die Anzahl der verkauften Programmhefte.
Aufgabe 7
Zur Fussball Weltmeisterschaft 2018 hat die Firma "Ininap" ein Sammelbuch mit Bildern für die 23 Spieler der deutschen Nationalmannschaft auf den Markt gebracht. Die zu kaufenden Bilder waren einzeln verpackt und von jedem der 23 Spieler wurde dieselbe Stückzahl produziert. Die Zufallsgröße X beschreibt die Anzahl der erhaltenen Bilder, die den Spieler Müller zeigen.
Das Unternehmen plant für die Fussball-Weltmeisterschaft 2022 erneut ein Sammelbuch auf den Markt zu bringen. Dieses Mal soll es jedoch neben den 23 Spielerbildern noch ein zusätzliches Sammelbild geben, das ein besonderes Motiv zeigt. Dieses Sonderbild soll ein seltenes Bild sein, das daher auch deutlich weniger produziert wird. Die Zufallsgröße Y beschreibt die Anzahl der gekauften Bilder, die das besondere Bild zeigen.
Aufgabe 8
Ein Hotel hat insgesamt 95 Zimmer zur Verfügung. Aus Erfahrungen weiß man mittlerweile, dass eine Reservierung zu 95% angetreten wird.
Lösungen
Aufgabe 1
a)
\(
\begin{array}{|c|c|}
\hline
\text{Gewinn } k \text{ in €} & \text{Wahrscheinlichkeit } P(X = k) \\
\hline
-1 & \frac{2}{3} \\
\hline
1 & \frac{4}{15} \\
\hline
4 & \frac{1}{15} \\
\hline
\end{array}
\)
b)
\( G(X) = (-1) \cdot \frac{2}{3} + 1 \cdot \frac{4}{15} + 4 \cdot \frac{1}{15} = -\frac{2}{15} \approx -0.1333 \)
Da für die spielende Person ein Verlust zu erwarten ist, kann das Spiel nicht als fair bezeichnet werden.
c)
Da der zu erwartende Verlust mehr als zwei Nachkommastellen besitzt, kann der Setzbetrag nicht so geändert werden, dass das Spiel zu einem fairen Spiel wird. Ein Setzbetrag von 0,87€ würde noch immer den Anbieter bevorzugen, während ein Setzbetrag von 0,86€ die spielende Person bevorzugen würde.
d)
Wird ein weißes Feld zu einem roten Feld umgewandelt:
\(
\begin{array}{|c|c|}
\hline
\text{Gewinn } k \text{ in €} & \text{Wahrscheinlichkeit } P(X = k) \\
\hline
-1 & \frac{9}{15} \\
\hline
1 & \frac{1}{3} \\
\hline
4 & \frac{1}{15} \\
\hline
\end{array}
\)
Der zu erwartende Gewinn lautet in dem Fall \( G(X) = 0 \), sodass es sich bei dem Spiel um ein faires Spiel handelt.
Aufgabe 2
a)
Das Spiel aus der Sicht des Spielers Jiyan:
\(
\begin{array}{|c|c|c|}
\hline
\text{Augensumme} & \text{Gewinn } k \text{ in €} & \text{Wahrscheinlichkeit } P(X = k) \\
\hline
1 & -1 & \frac{1}{6} \\
\hline
2 & 2 & \frac{1}{6} \\
\hline
3 & 3 & \frac{1}{6} \\
\hline
4 & -4 & \frac{1}{6} \\
\hline
5 & 5 & \frac{1}{6} \\
\hline
6 & -6 & \frac{1}{6} \\
\hline
\end{array}
\)
\( G(X) = -1 \cdot \frac{1}{6} + 2 \cdot \frac{1}{6} + 3 \cdot \frac{1}{6} + (-4) \cdot \frac{1}{6} + 5 \cdot \frac{1}{6} + (-6) \cdot \frac{1}{6} = -\frac{1}{6} \approx -0.167 \)
Das Spiel kann daher nicht als fair bezeichnet werden.
b)
\( G(X) = 0 \)
sodass das Spiel in dem Fall als fair bezeichnet werden kann.
Aufgabe 3
a)
(i) Die Wahrscheinlichkeit, dass 5 Spiele gewonnen werden,
(ii) Die Wahrscheinlichkeit, dass mehr als 2 Spiele gewonnen werden.
(iii) Die Wahrscheinlichkeit, dass höchstens 10 Spiele gewonnen werden.
(iv) Die Wahrscheinlichkeit, dass mindestens 2 und höchstens 6 Spiele gewonnen werden.
b)
(i) \( P(X > 4) \approx 0.37 \)
(ii) \( P(X \geq 10) \approx 0.0026 \)
Aufgabe 4
a)
\( \mu = 300 \cdot 0.02 = 6 \)
b)
Der Termin gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass in einer Bestellung von 200 Schrauben mindestens 199 Schrauben keine Ausschussware sind bzw. maximal eine Schraube Ausschussware ist.
c)
(i) \( P(X \geq 20) \approx 0.531 \)
(ii) \( P(X > 1) \approx 0.19 \)
(iii) \( P(X < 15) \approx 0.919 [/latex]
(iv) [latex] P(10 \leq X \leq 30) \approx 0.76 \)
Aufgabe 5
a)
\( P(X = 50) \approx 0.058 \)
b)
\( \mu = 1000 \cdot 0.05 = 50 \)
c)
\( P(X > 2) \approx 0.882 \)
d)
\( P(X \leq 14) \approx 0.922 \)
e)
\( P(X > 5) \leq 0.5 \quad \Rightarrow \quad p \approx 0.0113 \)
Aufgabe 6
a)
Der Term gibt die Wahrscheinlichkeit an, dass von 300 Plätzen mindestens 299 verkauft werden.
b)
\( P(X \geq 285) \approx 0.568 \)
c)
\( p_{neu} = P(X > 290) \approx 0.065 \)
\( P(Y \geq 1) \approx 0.183 \)
d)
\( P(Z \leq 119) \approx 0.478 \)
e)
\( P(Z \leq x) > 0.95 \quad \rightarrow \quad x = 113 \)
Aufgabe 7
a)
\( P(X \geq 1) \approx 0.359 \)
b)
\( \mu = n \cdot p \quad \rightarrow \quad 1 = n \cdot \frac{1}{23} \quad \rightarrow \quad n = 23 \)
c)
\( P(X \geq 1) \geq 0.9 \quad \rightarrow \quad n \geq 52 \)
d)
Es gibt weiterhin zwei Ausgänge (Sonderbild und kein Sonderbild) und ein Zufallsexperiment, das unter gleichen Bedingungen wiederholt werden kann.
e)
\( 3000 \cdot 23 = 69000 \, \text{Spielerbilder} \)
Die Wahrscheinlichkeit pro Durchgang ein Sonderbild zu ziehen beträgt demnach
\( p = \frac{x}{69000 + x} \)
\( P(Y \geq 1) \leq 0.05 \quad \rightarrow \quad x \leq 35 \)
Aufgabe 8
a)
\( P(X = 95) \approx 0.0077 \)
b)
\( P(X > 95) \approx 0.436 \)
c)
\( P(X \leq 95) \geq 0.8 \quad \rightarrow \quad n \leq 98 \)